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  Die Bank als einer der Hauptverursacher
der Standortproblematik in Deutschland


 
  In dem Maße, wie die Politik in Deutschland durch "Berufspolitiker" dilettantischer und korrupter wurde, wurde die Geschäftspolitik der Banken unseriöser. Schon früh haben die deutschen Bankinstitute es verstanden, durch entsprechende Industriebeteiligungen die Subventionsströme anzuzapfen und für sich nutzbar zu machen.

 
  Bei allen großen Unternehmensskandalen der letzten Jahre waren die Banken maßgeblich beteiligt. Die Vorstandsposten wurden von ihnen bestimmt und die Aufsichtsratsposten durch Banker besetzt. Trotz dieser Skandale mit hohen Verlusten weisen die Banken in schon fast obszöner Art und Weise Jahr für Jahr höhere Gewinne aus, während die Volkswirtschaft immer tiefer in den Keller fährt. Die Banken verstehen es besonders Gewinne zu privatisieren und Verluste in nicht mehr erträglichem Maße der Allgemeinheit aufzubürden.

 
  Eine Unternehmenskultur, die diesen Namen auch verdient, ist ständig weiter verlorengegangen, und die Banken werden weder als Institution, noch als Drahtzieher der Großindustrie ihrer Verpflichtung dem Bürger gegenüber gerecht. Einer Verpflichtung, die sich aus der immensen Ansammlung von Macht ergibt.

 
  Dem Bürger muß bewußt sein, daß die irrsinnigen ausgewiesenen Gewinne der Banken in einer Zeit, da er selbst ständig den Gürtel enger schnallen muß, nur die Spitze des Eisberges sind. Es sind ja nur die Gewinne, die die Banken selbst bei größter buchhalterischer Finesse nicht mehr verstecken können. Banken und Versicherungen haben nämlich das Privileg, wie sonst niemand im Staat, auf kaum nachprüfbare Art und Weise Gewinne in Rücklagen und Wertberichtigungen vor dem Finanzamt zu verschleiern und damit der Allgemeinheit zu entziehen. Wenn die Banken und Versicherungen ihre tatsächlichen Gewinne so versteuern müßten wie dies der durchschnittliche Steuerzahler in Deutschland tun muß, gäbe es keine Problematik mit einem 50-Milliarden-Sparpaket.

 
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